Passepartout-Größen: die wichtigsten Standardformate im Überblick
Ein Passepartout kann jedes Bild aufwerten, aber nur, wenn die Größe stimmt. Und genau da lohnt sich ein Blick auf die gängigen Standardformate. Sie sind so gewählt, dass sie zu handelsüblichen Bilderrahmen und den klassischen Fotogrößen passen, sodass Rahmen, Passepartout und Bild ohne eigenes Umrechnen zusammenspielen. Das spart Zeit, vermeidet Fehlkäufe und ist in vielen Fällen die schnellste Lösung.
In diesem Überblick findest du die wichtigsten Passepartout-Standardgrößen mit dem jeweils passenden Bildmaß, dazu eine Einordnung, welche Größe sich für welchen Zweck eignet, ob für Fotos, Poster, DIN-Formate oder quadratische Motive. Und du erfährst, wann eine Standardgröße genügt und wann sich ein Passepartout nach Maß mehr lohnt. So findest du schnell das Format, das zu deinem Bild und deinem Rahmen passt.
Außenmaß und Bildmaß: kurz erklärt
Damit die folgende Übersicht Sinn ergibt, solltest du zwei Begriffe kennen, die bei jedem Passepartout eine Rolle spielen.
Das Außenmaß ist die äußere Kante des Passepartouts und entspricht dem Format deines Bilderrahmens. Ein Rahmen im Format 30 × 40 cm braucht also ein Passepartout mit einem Außenmaß von 30 × 40 cm. Das Außenmaß bestimmt, wie groß das Passepartout insgesamt ist.
Das Bildmaß ist die Größe deines Motivs und bestimmt den Innenausschnitt, also die Öffnung, durch die dein Bild später zu sehen ist. Damit dein Bild sicher gehalten wird und nicht durch die Öffnung fällt, fällt der Ausschnitt dabei ein kleines Stück kleiner aus als das Bildmaß.
Die Differenz zwischen Außenmaß und Bildmaß ergibt den Rand, der dein Bild einfasst. Genau dieses Verhältnis ist bei den folgenden Standardgrößen bereits sinnvoll aufeinander abgestimmt, sodass ein harmonischer Rand entsteht, ohne dass du selbst rechnen musst.
Wenn du genauer wissen möchtest, wie du diese Maße selbst bestimmst und die ideale Randbreite berechnest, findest du das ausführlich in unserem Ratgeber Passepartout-Maße richtig berechnen. Für die Wahl einer passenden Standardgröße genügt aber die Übersicht im nächsten Abschnitt.
Die gängigen Passepartout-Standardgrößen im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt unsere gängigen Kombinationen aus Außenformat und passendem Bildmaß. Das Außenformat richtet sich nach deinem Rahmen, das Bildmaß nach deinem Motiv. Beide sind so aufeinander abgestimmt, dass rundherum ein ausgewogener Rand entsteht und alles ohne Umrechnen zusammenpasst.
| Außenformat (Rahmen) | Passendes Bildmaß |
|---|---|
| 13 × 18 cm | 9 × 13 cm |
| 18 × 24 cm | 10 × 15 cm |
| 20 × 28 cm | 13 × 18 cm |
| 20 × 30 cm | 13 × 18 cm |
| 24 × 30 cm | 15 × 20 cm |
| 28 × 35 cm | 18 × 24 cm |
| 30 × 40 cm | 20 × 30 cm |
| 40 × 50 cm | 30 × 40 cm |
| 50 × 70 cm | 30 × 45 cm |
| 60 × 80 cm | 40 × 60 cm |
| 70 × 100 cm | 50 × 70 cm |
Du erkennst das Prinzip: Je größer das Außenformat im Verhältnis zum Bildmaß, desto breiter der Rand rund um dein Motiv. Bei einem Rahmen von 40 × 50 cm mit einem Bild von 30 × 40 cm bleibt zum Beispiel ein eher schmaler, klassischer Rand, während dasselbe Bild in einem größeren Rahmen deutlich mehr Fläche und damit eine ruhigere, galerieartige Wirkung bekommt.
Diese Formate decken die häufigsten Fälle ab, sind aber keine feste Grenze. Passt dein Motiv nicht exakt in eine dieser Kombinationen, etwa weil es ein Sonderformat oder ein ungewöhnliches Seitenverhältnis hat, wählst du einfach ein Passepartout nach Maß und gibst dein individuelles Außen- und Bildmaß direkt ein. Dazu später mehr.
Welche Passepartout-Größe für welchen Zweck?
Die passende Größe hängt weniger von einer festen Regel ab als davon, was du rahmen möchtest und welche Wirkung du dir wünschst. Je nach Bildtyp haben sich unterschiedliche Formate bewährt. Die folgenden Fälle decken die häufigsten Situationen ab und helfen dir, schnell die richtige Wahl zu treffen.
Für Fotos und klassische Fotoformate
Fotos liegen meist in Standardformaten wie 10 × 15, 13 × 18 oder 20 × 30 cm vor, was die Wahl einfach macht. Für ein Foto in 10 × 15 cm eignet sich zum Beispiel ein Passepartout mit Außenformat 18 × 24 cm, für ein Bild in 13 × 18 cm eines mit 20 × 28 oder 20 × 30 cm. So entsteht ein angenehmer Rand, der das Foto wirken lässt, ohne es zu erdrücken. Gerade kleine Fotoabzüge profitieren von einem etwas größeren Außenformat, weil der breitere Rand ihnen mehr Präsenz gibt und sie hochwertiger aussehen lässt.
Für Poster und Kunstdrucke
Poster und Kunstdrucke sind größer und kommen in großzügigen Formaten am besten zur Geltung. Beliebte Kombinationen sind hier 50 × 70 cm oder 60 × 80 cm als Außenformat. Bei dieser Art von Motiven darf der Rand ruhig breit ausfallen, denn er verleiht dem Druck eine galerieartige Wirkung und hebt ihn von einer schlichten, randlosen Rahmung ab. Wenn du einen Kunstdruck bewusst in Szene setzen möchtest, ist ein Passepartout fast immer die bessere Wahl als der Verzicht darauf.
Für DIN-Formate wie A4 und A3
Dokumente, Urkunden und viele Drucke liegen in DIN-Formaten vor, also A4 mit 21 × 29,7 cm oder A3 mit 29,7 × 42 cm. Damit rundherum ein harmonischer Rand entsteht, wählst du das Außenformat deutlich größer als das DIN-Maß. Für ein A4-Blatt bietet sich ein Außenformat um 30 × 40 cm an, für ein A3-Bild eines um 50 × 70 cm. So bleibt genug Rand für eine ausgewogene Wirkung, ohne dass das Motiv verloren wirkt. Achte nur darauf, dass der Rand ringsum nicht zu schmal wird.
Für quadratische Bilder
Quadratische Motive, etwa aus Instagram-Drucken oder quadratischen Kunstwerken, brauchen ein quadratisches Passepartout, damit die Proportion stimmt. Hier wählst du ein quadratisches Außenformat, zum Beispiel 30 × 30 oder 50 × 50 cm, passend zum jeweiligen Bildmaß. Bei quadratischen Formaten wirkt ein an allen Seiten gleich breiter Rand meist am stimmigsten. Findest du kein passendes Standardformat, ist gerade bei quadratischen Bildern ein Passepartout nach Maß oft die einfachste Lösung, weil quadratische Größen seltener von der Stange erhältlich sind.
Standardgröße oder Passepartout nach Maß?
Nachdem du die gängigen Formate kennst, bleibt die Frage: Reicht eine Standardgröße, oder lohnt sich ein Passepartout nach Maß? Beides hat seine Berechtigung, und die Antwort hängt vor allem von deinem Bild und deinem Anspruch ab.
Eine Standardgröße ist die richtige Wahl, wenn dein Bild ein gängiges Format hat und du einen passenden Rahmen dazu besitzt oder kaufst. Sie ist schnell verfügbar, meist günstiger und in den allermeisten Alltagsfällen völlig ausreichend. Wenn dein Foto also 10 × 15 cm misst und in einen 18 × 24-cm-Rahmen soll, brauchst du nicht weiter nachzudenken, hier passt eine Standardgröße perfekt.
Ein Passepartout nach Maß spielt seine Stärken dagegen aus, sobald dein Bild oder dein Anspruch vom Standard abweicht. Das ist in diesen Fällen sinnvoll:
- Sonderformate und ungewöhnliche Seitenverhältnisse. Panoramabilder, sehr schmale Motive oder krumme Maße passen selten in eine Standardkombination. Nach Maß bekommst du für jedes Format den exakt passenden Ausschnitt.
- Quadratische Bilder, für die es seltener fertige Größen gibt.
- Eine bestimmte Randwirkung. Wenn du die Breite des Rands gezielt bestimmen möchtest, etwa besonders breit für einen galerieartigen Effekt, gibst du Außen- und Bildmaß einfach selbst vor.
- Ein vorhandener Rahmen in einem Sondermaß. Passt dein Rahmen in keine Standardgröße, gleichst du die Differenz mit einem maßgefertigten Passepartout aus.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Bei einem Passepartout nach Maß bestimmst du Außenmaß, Bildmaß und damit die Randbreite selbst und bekommst ein Ergebnis, das exakt zu deinem Bild passt, gefertigt in Museumsqualität mit sauberem 45°-Schrägschnitt. Du gibst einfach deine Maße ein, den passenden Ausschnitt berechnen wir automatisch.
Als Faustregel gilt: Hat dein Bild ein Standardformat und soll es schnell gehen, nimm eine Standardgröße. Weicht dein Motiv ab oder legst du Wert auf eine ganz bestimmte Wirkung, ist ein Passepartout nach Maß die bessere Wahl.
Galerie-Passepartouts: mehrere Bilder in einem Format
Manchmal soll nicht ein einzelnes Bild im Mittelpunkt stehen, sondern mehrere Fotos gemeinsam. Statt vieler einzelner Rahmen an der Wand kannst du dafür ein Galerie-Passepartout verwenden, also einen einzigen Karton mit mehreren Ausschnitten. So entsteht ein ruhiges, zusammenhängendes Gesamtbild, das deine Fotos als Einheit wirken lässt.
Bei uns findest du dafür 13 verschiedene Galerie-Passepartout-Vorlagen. Außenmaße und Innenausschnitte sind dabei bereits aufeinander abgestimmt und orientieren sich an gängigen Rahmen- und Bildgrößen, sodass alles ohne eigenes Umrechnen zusammenpasst. Die verfügbaren Außenformate reichen von 23 × 70 cm über 30 × 40 und 40 × 50 cm bis zu 40 × 80 cm, jeweils passend zu den klassischen Fotoformaten 10 × 15, 13 × 18 und 15 × 20 cm.
Je nach Vorlage bieten die Galerie-Passepartouts Platz für 2 bis 7 Bilder, vom kompakten Duo im Hochformat bis zur länglichen Panorama-Reihe für fünf Fotos. Viele Vorlagen lassen sich dabei sowohl im Hoch- als auch im Querformat aufhängen, sodass du dieselbe Vorlage flexibel an deine Wand anpassen kannst.
Ein Galerie-Passepartout ist damit die einfachste Möglichkeit, mehrere Fotos harmonisch zu präsentieren, zum Beispiel eine Urlaubsserie, Familienfotos oder eine kleine Bildergeschichte. Wenn du mehrere Motive gemeinsam in Szene setzen möchtest, wirf einen Blick auf unsere Galerie-Passepartouts.